Glaubenssätze: Was das ist und wie Du sie veränderst (in 6 Schritten)


Hast Du den Eindruck, dass manche Bereiche Deines Lebens nie so laufen, wie Du es Dir wünschst?

Zum Beispiel

  • hast Du immer wieder ähnliche Probleme in Beziehungen

  • gerätst Du wiederholt an einen bestimmten Typ Mann

  • bemühst Du Dich, Gewicht zu verlieren, doch schaffst es nie langfristig

  • würdest Du gerne mehr verdienen, doch bleibst finanziell immer auf einem niedrigen Level

  • wünschst Du Dir Erfolg mit Deinem Business, doch scheint er sich irgendwie nicht einstellen zu wollen

Hinter all diesen Schwierigkeiten können tiefsitzende Limitierungen stecken, die Du Dir vollkommen unbewusst auferlegst. In Dir arbeiten so genannte Glaubenssätze, die Dich trotz all Deiner Bemühungen oft genau von dem abhalten können, was Du zu erreichen suchst.


Was sind Glaubenssätze und woher kommen sie?


Glaubenssätze sind ‚Lebensregeln‘, die Du für wahr hältst. Es können Gedanken, Werte und Annahmen über Dich, Dein Leben und die Welt sein. Sie sind wie eine ‚innere Wahrheit‘, die Du in Dein Selbst- und Weltbild integriert hast.


Dabei liegt der Ursprung dieser verallgemeinernden Interpretationen häufig in eigenen früheren Erlebnissen, sehr oft aber auch in Deinem Umfeld, von dem Du sie unbewusst übernommen hast. Insbesondere in der Kindheit passiert diese unbewusste Übernahme sehr leicht, da wir selbst noch wenige eigene Erfahrungen gemacht haben und uns daher am Vorbild der Eltern, anderer Erwachsener oder auch an Freunden orientieren. Zudem können Glaubenssätze auch national bzw. kulturell weitergegeben werden.


Doch auch nach der Kindheit kannst Du Glaubenssätze unbewusst übernehmen, wenn sie oft genug in Deinem Umfeld wiederholt und vorgelebt werden oder, wenn Du selbst einschneidende Erfahrungen machst.


Wie Glaubenssätze Dein Leben beeinflussen


Diese unbewusst aufgenommenen Glaubenssätze hast Du meist so tief verinnerlicht, dass sie wie automatisch bestimmte Gedanken, Gefühle und auch Handlungen hervorrufen. Die ‚inneren Wahrheiten‘ werden folglich zur unbewussten Grundlage Deines Handelns und filtern Deine Realität. Kurz gesagt: Glaubenssätze beeinflussen den Verlauf Deines Lebens immens, indem sie ähnliche Denk-, Gefühls- und Handlungsmuster auftreten lassen.


Die Wirkung ist unterschiedlich: Entweder helfen Dir diese inneren Überzeugungen, indem sie Deine Entwicklung fördern, oder aber sie behindern und limitieren Dich, weil sie Dich von Deinen Zielen abhalten. Es kann sehr leicht festgestellt werden, ob ein Glaubenssatz positiv wirkt.


Stimmt er Dich zuversichtlich und zeigt Dir Möglichkeiten auf? Spricht er Dir Mut zu, motiviert Dich und macht gute Laune?


Sollte Dein Glaubenssatz allerdings Gegenteiliges auslösen, ist er als ‚negativ‘ zu bezeichnen. In diesem Fall bewegt er Dich zum Beispiel dazu, weiterzukämpfen und an etwas festzuhalten, obwohl eigentlich Zeit ist für Veränderung oder eine Pause. Oder er treibt Dich an, Dich an unnötigen Details zu verbeißen, sodass Du das große Ganze aus den Augen verlierst.


Insgesamt kennzeichnet negative Glaubenssätze:

  • ein beschwerendes Gefühl

  • Stress und Druck

  • Traurigkeit und Negativität, die sie in Dir und auch in Deinem Umfeld verbreiten

Besonders problematisch sind negative Glaubenssätze in Bezug auf Deine Identität. Durch sie setzt Du Deine persönlichen Einschränkungen immer wieder selbst („so bin ich eben“) und wirst neue Ziele nicht erreichen können. Zudem werden diese negativen Glaubensmuster zu selbsterfüllenden Prophezeiungen: Du erlebst Misserfolg wieder, weil du sie bereits erwartest bzw. schon von Beginn an siehst, obwohl es in diesen Momenten eigentlich noch alternative Sichtweisen gäbe. Diese blendest Du mit Deinem negativen Glaubenssatz allerdings aus, denn Deine Wahrnehmung wird selektiv.

Folglich bewahrheitet sich Dein negativer Glaubenssatz mit der Zeit immer wieder und wird zur ausgewachsenen Selbstblockade. Du siehst nur noch, was Du „sehen willst“ (bzw. was Dein Glaubenssatz Dich sehen lassen will) und selbst wenn Du plötzlich mit Gegenteiligem beschenkt wirst, fällt es Dir schwer, dieses wahr- oder anzunehmen.


Du siehst: Deine Glaubenssätze entscheiden darüber, ob Du ein Ziel erreichst oder nicht. Egal, welches Ziel Du hast, ob es mehr Geld, Gewicht verlieren oder eine glückliche Beziehung führen ist. Wenn Dich Deine negativen Glaubenssätze im Griff haben, schränken sie Dein Potenzial ein und verhindern Deine Entwicklung.


Wie Du Deine negativen Glaubenssätze findest


Möchtest Du aus diesem Teufelskreis aussteigen und Dein Potenzial frei entfalten, setzt Du am besten bei Deinen Glaubenssätzen an: Veränderte Glaubenssätze verändern deine Wahrnehmung und führen so automatisch zur Veränderung im außen.


Manche Deiner Glaubenssätze treten deutlich zum Vorschein durch Deine Taten oder Aussagen, das heißt, dass Du sie Dir bewusst machen kannst, indem Du Dich genau beobachtest und reflektierst. Manche dagegen schlummern im Hintergrund versteckt und sind eher subtil. Hier ist Deine Beobachtungsgabe gefragt und natürlich auch Deine Bereitschaft, Dich ihnen zu stellen und zu realisieren, wie Du Dich bisher selbst eingeschränkt hast.


Schreibe zum Beispiel eine Wunschliste, um Deinen limitierenden Glaubenssätzen auf den Grund zu gehen. Du setzt an Deinen Zielen an und gehst von dort aus in die Tiefe bis zu den verborgenen Blockaden an der Wurzel Deiner Probleme. Frage Dich dafür:


Was möchte ich erreichen? Was ist mir wirklich wichtig im Leben? Was hindert mich (bisher) daran, genau dies zu verwirklichen?


Es kann auch hilfreich sein, spontan Sätze zu verschiedenen Lebensbereichen zu vervollständigen. Schreibe zum Beispiel zehn Sätze mit dem Anfang „Geld ist…“/ „Arbeit macht…“/ „Liebe ist…“. Forme diese Sätze ganz intuitiv und schau auch nach Sprichwörtern, die sich möglicherweise bei dir festgesetzt haben.


Zur Hilfestellung hier ein paar Beispiele für negative Glaubenssätze:

  • „Ich muss lange und hart arbeiten, damit ich es zu etwas bringe/damit ich Erfolg habe.“

  • „Ich muss perfekt sein.“

  • „Ich sollte es allen recht machen.“

  • „Ich muss schön und schlank sein, um geliebt zu werden.“

  • „Übergewicht liegt bei uns in der Familie“

  • „Ich bin unattraktiv.“

  • „Geld ist schlecht.“

  • „Alle Reichen sind böse/geizig.“

  • „Geld macht nicht glücklich.“

  • „Geld verdirbt den Charakter.“

  • „Geben ist seliger denn nehmen“

  • „Wenn er/sie mich wirklich liebt, würde er xy machen/ sagen.“



Negative Glaubenssätze auflösen in sechs Schritten


Wenn Du nun feststellst, dass Glaubenssätze Dich an Deinem Glück oder Erfolg hindern, den Du Dir wünschst, ist es Zeit, diese zu hinterfragen und zu verändern. Wenn Du Dir regelmäßig Zeit nimmst, um Deine negativen Glaubenssätze zu reflektieren oder sie aufzulösen, wirst Du Schritt für Schritt automatisch ein selbstbestimmteres Leben führen. Denn dadurch bist Du Deinem Unterbewusstsein nicht mehr ausgeliefert wie eine Marionette .


Um das zu erreichen, folge diesen fünf Schritten:


  1. Bewusstwerden: Mache Dir Deine Glaubenssätze bewusst, zum Beispiel, indem Du sie Dir wie oben erklärt aufschreibst. Du musst diese genau kennen, um zu sehen, welche Du verändern oder auflösen möchtest.

  2. Durchfühlen: Schaue auf Deine Liste und lese sie am besten laut vor. Wie fühlt sich jeder Glaubenssatz für Dich an? Wo kannst Du ihn in Deinem Körper spüren und was für ein Gefühl löst er aus? Dies macht Dir die Wirkung Deiner negativen Glaubenssätze noch deutlicher, damit Du verstehst, dass sie Dir nicht guttun. Dein Loslassen oder Ersetzen wird dadurch leichter.

  3. Prüfen. Nun schaust Du Dir die Sätze einmal genauer an, die Dir ein schlechtes Gefühl geben. In welchen Situationen sind sie wirklich sinnvoll? In welchen Lebenslagen sind sie dagegen eher hinderlich? Gibt es womöglich Situationen, in denen das Gegenteil dieses Satzes wahr sein könnte? Suche gezielt nach Beispielen für Szenarien und hinterfrage so aktiv diese „universelle Wahrheit“, die Du in Dir entdeckt hast.

  4. Alternative Formulierungen. Aufgrund Deiner Beobachtungen und Erkenntnisse finde nun neue Sätze, die passender für Dich sind. Bleibe auch hier wachsam und hinterfragend, denn einfach das Gegenteil zu bilden, wird meistens auch zu verallgemeinernd sein. Zudem sollten sich die Sätze passend und echt für Dich anfühlen. Wenn Du Dir vorher jahrelang erzählt hast, dass Du „einfach zu fett“ bist, wirst Du es nicht glaubhaft finden, wenn Du Dir ab heute sagst „Ich bin schlank.“

  5. Affirmationen. Um diese neuen Sätze nun in Dein Unterbewusstsein zu integrieren, solltest Du sie regelmäßig wiederholen und Dich mit ihnen umgeben. Nutze sie in Alltagskonversationen, schreibe sie auf, hänge sie in Dein Sichtfeld und lese sie mehrmals am Tag laut vor. Doch Vorsicht: Bleibe stets achtsam und reflektiere auch neue Glaubenssätze, denn mit der Zeit oder situationsabhängig können auch sie sich als hinderlich erweisen.

  6. Tiefenarbeit. Das Problem ist, dass Glaubenssätze uns oft bereits seit unserer Kindheit begleiten, sodass es schwer ist, sie in kurzer Zeit aufzulösen. Es braucht seine Zeit, bis Du einen wirklich tiefsitzenden Glaubenssatz ablegen kannst. Mithilfe gezielter Methoden kann dieser Prozess allerdings beschleunigt werden. Zum Beispiel wirkt Hypnose sehr unterstützend, da hier direkt in den Tiefen des Unterbewusstseins angesetzt wird. Zudem ist auch das so genannte Thetahealing sehr effektiv, um Dich von negativen Glaubenssätzen zu befreien und sie durch neue zu ersetzen. Hier wird das Gehirn mithilfe einer Meditation in denselben Zustand versetzt, den wir kurz vor dem Einschlafen erleben. So sind derartige Blockaden, Ängste und Limitierungen direkt zugänglich und können gelöst werden.

Beide Methoden biete ich in meiner Praxis an. Kontaktiere mich gerne, wenn Du mehr erfahren oder Dir eine Sitzung buchen möchtest.

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